Dienstleistungen

Wohnungswirtschaft

Energieeffizienz Referenzprojekte in der Wohnungswirtschaft

Mehrfamilienhäuser WEG Rommersdorfer Str.

Energiekosten gespart, Komfort gesteigert!

Die fünf Mehrfamilienhäuser der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) wurden mit einer mittlerweile 25 Jahre alten Doppelkesselanlage über ein kleines Nahwärmenetz mit Wärme versorgt. Auch die Warmwasserbereitung erfolgte zentral über einen gemeinsamen Warmwasserspeicher und im Erdreich verlegte Rohrleitungen. Aufgrund der hohen Energieverluste und der in die Jahre gekommenen Heizanlage waren Hausverwaltung und Beirat schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Konzept, die Wärmeversorgung effizienter zu gestalten. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Versorgung für die Warmwasserbereitung der insgesamt 30 Wohneinheiten während der gesamten Bauphase aufrecht zu halten.

Unsere Lösung

  • Während der Arbeiten wurde eine mobile Heizanlage auf dem Parkplatz vor der Heizzentrale aufgestellt, so dass die Warmwasserversorgung gesichert war und die Demontage der Altanlage beginnen konnte
  • Die Nahwärmeleitungen im Erdreich wurden gegen neue, effizient gedämmte Leitungen ausgetauscht, um die Wärmeverluste zu reduzieren
  • In jedem der fünf Mehrfamilienhäuser wurde eine Nahwärmeübergabestation installiert, so dass jedes Haus individuell über eigene Heizungsregler gesteuert werden kann.
  • Die Warmwasserbereitung wurde dezentralisiert, indem in jedem Wohnhaus ein Warmwasserspeicher installiert wurde. So konnten die Wärmeverluste erheblich verringert und der Warmwasserkomfort gesteigert werden
  • In der Heizzentrale wurde ein neuer Brennwertkessel mit einer Nennwärmeleistung von 293 kW installiert
  • Zusätzlich wurde ein Blockheizkraftwerk vom Fabrikat Senertec Dachs HKA G 5,5 mit einer thermischen Leistung von 12,5 kW und einer elektrischen Leistung von 5,5 kW zur Wärme- und Stromerzeugung installiert. Der produzierte Strom wird in der Heizzentrale zum Antrieb der Pumpen und Regelungen verwendet. Überschüsse werden ins Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet
  • Zur Effizienzsteigerung des Blockheizkraftwerkes wurde ein Heizwasserpufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern installiert

Das Ergebnis

  • Die Stromproduktion des Blockheizkraftwerks deckt nahezu den gesamten Strombedarf der Heizzentrale ab, so dass wesentlich weniger Strom über den Energieversorger bezogen werden muss
  • Die Energiekosten konnten nach der Umsetzung der Konzeptes der Bad Honnef AG um mehr als 20% gesenkt werden, so dass sich die Investition bereits im 5. Jahr amortisiert
  • Die gesamte Heizanlage inkl. Warmwasserbereitung lässt sich wesentlich individueller und komfortabler regeln als die alte Anlage. Den Bedürfnissen der Bewohner wird besser Rechnung getragen
  • Die CO2-Emissionen wurden um mehr als 25 Tonnen im Jahr gesenkt

Technologie

  • Brennwerttechnik
  • Blockheizkraftwerk
  • Nahwärmeversorgung

Rhöndorfer Turmpark Bad Honnef

Nahwärme als beste Lösung!

Das parkähnliche Areal „Rhöndorfer Turmpark“ besteht aus vier Stadtvillen mit jeweils 4-5 Wohneinheiten, einer geschlossenen Reihenbebauung mit 24 Wohneinheiten, der Villa „Haus im Turm“, die 2006 aufwendig saniert wurde und gastronomisch genutzt wird, sowie dem Haus Hedwig, einem ehemaligen Müttergenesungsheim, das 2013 zu einem Wohn- und Geschäftshaus mit 14 Wohnungen und 4 Büro- bzw. Gewerbeeinheiten umgebaut wurde. Die Bad Honnef AG bekam die Aufgabe, ein Konzept zu entwickeln, um die Wärmeversorgung der insgesamt mehr als 6.000 m² Fläche effizient und nachhaltig sicherzustellen.

Unsere Lösung

  • Aus dem Vergleich verschiedener Varianten ging hervor, dass eine zentrale Versorgung der Liegenschaften wirtschaftlich am sinnvollsten wäre. Das bedeutet, dass in einer zentralen Heizstation die Wärme hocheffizient erzeugt und über ein Nahwärme-Leitungsnetz zu den einzelnen Liegenschaften transportiert wird
  • In der Heizzentrale im Haus Hedwig wurden zwei Blockheizkraftwerke der Firma Senertec mit einer thermischen Leistung von insgesamt 25 kW und einer elektrischen Leistung von 11 kW zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung installiert.
  • Zur Effizienzsteigerung der Blockheizkraftwerke wurde ein Heizwasserpufferspeicher
    mit einem Fassungsvermögen von 750 Litern aufgestellt
  • In der Heizzentrale wurden zwei Brennwertkessel mit einer Nennwärmeleistung von jeweils 300 kW installiert
  • Die Verteilung des Heizwassers über die Nahwärmeleitungen wurde mit Hocheffizienzpumpen und einer intelligenten Regelung sichergestellt
  • Insgesamt 29 Wärmeübergabestationen wurden an das neu verlegte Nahwärmenetz angeschlossen
  • Für die Warmwasserversorgung wurde in jeder Liegenschaft ein Speicher installiert, der in der Übergabestation bedarfsgerecht gesteuert werden kann

Das Ergebnis

  • Baukosten konnten eingespart werden, da für die Liegenschaften keine Investitionen für z.B. eigene Heiz- und Lagerräume, Wärmeerzeuger, Schornsteine, Versorgungsanschlüsse (Erdgas) etc. geleistet werden mussten
  • Die gesetzlichen Anforderungen für Neubauten aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) und dem EEWärme Gesetz wurden durch den Einbau der Blockheizkraftwerke erfüllt, so dass nicht in weitere Maßnahmen wie z.B. thermische Solaranlagen, Erd- oder Umweltwärme etc. investiert werden musste
  • Die Abrechnung wird über die in den Wärmeübergabestationen eingebauten Wärmemengenzähler ordnungsgemäß durchgeführt

Technologie

  • Brennwerttechnik
  • Blockheizkraftwerke
  • Nahwärmenetze