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BHAG Zentrale

Bad Honnef AG
Verwaltungsgebäude

Weltweit sterben Bienen - auch in Deutschland

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(vom 01.04.2019)

Das Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ setzt sich mit seinem Projekt „Bad Honnef summt“ aktiv für eine bienenfreundlichere Umwelt ein

So kann eine Welt ohne Bienen aussehen: Kaum zu glauben, doch es gibt Menschen, die noch nie eine lebendige Biene gesehen haben. Denn in einigen Teilen Chinas sind sie durch den drastischen Einsatz von Pestiziden quasi ausgerottet. So ist es notwendig, dass in diesen Gebieten die Arbeit der Bienen von Menschen erledigt werden muss. Jedes Frühjahr schwärmen etliche chinesische Arbeiter aus – mit Pollen in kleinen Papiertüten verpackt – um Blüten per Hand mit einem kleinen Pinsel zu bestäuben. Doch die Arbeitsleistung von Bienen kann nicht annährend erreicht werden. Denn ein Bienenvolk kann pro Tag bis zu 300 Millionen Blüten bestäuben. Für das gleiche Ergebnis bräuchte man mehr als 1500 Menschen.

Ein Aussterben der Biene hätte also fatale Folgen. Bienen sind die wichtigsten Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Ohne Bienen gäbe es nicht nur keinen Honig, auch Obst, Gemüse Nüsse und Öle würden zu Luxusgütern – denn über 75 Prozent aller Nutz- und Kulturpflanzen in Europa sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen

Für den Erhalt der Insekten- und Wildblumenvielfalt setzt sich in Bad Honnef das Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ ein. Die Auftaktveranstaltung zu „Bad Honnef summt“ fand bereits am 5. Juni 2018 auf dem Gelände der Privatschule Schloss Hagerhof statt. Seitdem hat das Netzwerk viele Maßnahmen angestoßen, um in den nächsten 5 Jahren einen Bienenlehrpfad in Bad Honnef und Aegidienberg anzulegen. Dieser Weg soll an Wildblumenwiesen, Insektenhotels oder Bienenstöcken vorbeiführen. Noch in diesem Jahr wird das Netzwerk erste bzw. fortführende Maßnahmen an elf Stationen durchführen.

Eine dieser Stationen ist das Gelände am Wasserhochbehälter der BHAG, Bergstraße (liegt an einem Fußweg im Wald) in Bad Honnef. Auf diesem Gelände wurde ein Insektenhotel aufgestellt, welches am Mittwoch, den 27. März 2019 mit Nisthilfen bestückt wurde. Hierzu diente unter anderem eine Strohmatte, die gerollt und in drei Teile geschnitten wurde. Ganz kleine Röhrchenbrüter, z. B. die Halmwespe fühlen sich in dieser Unterkunft wohl. Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs „Umwelt“ der Privatschule Schloss Hagerhof (Klasse 5 und 6) haben zudem das Dach des Bienenhotels mit verschiedenen Sukkulenten, wie z. B. Fetthenne und Hauswurz bepflanzt.

Die geplanten Stationen des Bienenwegs Bad Honnef
Insektenhotels/Wildblumenwiese – IUBH Internationale Hochschule, Mülheimer Straße 38
Wildbienenhotel/Wildblumenwiese – KGS Sankt Martinus, Menzenberger Straße 110
Streuobstwiese – Privatschule Schloss Hagerhof, Menzenberg 13
Wildblumenwiese – Neuer Friedhof, Linzer Straße
Wildblumenwiese – Rheinfähre, Hauptstraße
Wildblumenwiese – Rheinpromenade Am Spitzenbach
Wildbienenhotel – Park Reitersdorf, An St. Göddert 12
Bienenstöcke – Weinberge Rhöndorf
Wildbienenhotel/Wildblumenwiese – Bergstraße, Wasserhochbehälter BHAG
Wildbienenhotel/Wildblumenwiese – Theodor-Weinz-Schule, Burgwiesenstraße, Aegidienberg
Wildblumenwiese – Burgwiesenstraße, Aegidienberg

Max Lambrecht, ein Schüler der Realschule Schloss Hagerhof (Klasse 10), der das Bienenhotel mitgebaut hat, sicherte die Unterkunft noch mit einem Spechtschutz.

Das Netzwerk
Die Stadt Bad Honnef, das Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef, die IUBH Internationale Hochschule Bad Honnef und die Bad Honnef AG haben am 11. April 2016 das Netzwerk "Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit" gegründet. Ziel des Netzwerkes ist es, als Beitrag zum UNESCO Weltaktionsprogramm BNE, den gegenseitigen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (UNESCO-Weltaktionsprogramm) anzuregen und umzusetzen.

Das Netzwerk wurde mehrfach ausgezeichnet. Erstmals am 27. November 2017 im bcc Berlin vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission als Netzwerk des WAP BNE (Stufe 2). Im gleichen Jahr erfolgte der Beitritt des Netzwerkes zur NRW Kampagne „Schule der Zukunft-Bildung für Nachhaltigkeit NRW“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Das erweiterte Netzwerk umfasst aktuell zusätzlich die KGS Sankt Martinus, die GGS Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg und die Privatschule Schloss Hagerhof und wächst weiter.

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Lucas Birnhäupl

Lucas Birnhäupl
Leiter Marketing / Kommunikation
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Daniela Paffhausen

Daniela Paffhausen
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