Geschäftsbericht der BHAG

 
Geschäftsbericht der Bad Honnef AG
Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Geschäftszahlen sowie die wichtigsten Daten und Fakten aus dem aktuellen Berichtsjahr.
Wenn Sie ein gedrucktes Exemplar des Geschäftsberichts haben möchten, können Sie hier den aktuellen als auch den alten Geschäftsbericht der Bad Honnef AG kostenfrei anfordern.
 
 
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Geschäftszahlen im Jahresvergleich

 

2007

2008

2009

2010

2011

Mitarbeiter

75

75

79

83

89

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

Umsatzerlös

50.367

55.329

51.568

51.115

47.533

Materialaufwand

26.656

34.823

31.476

29.315

28.095

Wertschöpfung

11.317

11.272

12.553

12.645

12.127

Personalaufwand

4.122

5.233

4.997

4.895

5.531

Anlagenzugänge
(ohne Finanzanlagen)

2.040

2.094

2.867

3.752

3.747

Jahresüberschuss

2.712

2.450

4.028

4.053

3.766

Dgl. in Prozent

%

%

%

%

%

Umsatzerlös

100,0

100,0

100,0

100,00

100,00

Materialaufwand

58,9

62,9

62,9

57,4

59,1

Wertschöpfung

38,2

32,4

39,9

43,1

43,2

Personalaufwand

8,2

9,5

9,7

9,6

11,6

Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen)

4,1

3,8

5,6

7,3

7,9

Jahresüberschuss

5,4

4,4

7,8

7,9

7,9


Strom
Die an eigene Kunden verkaufte Strommenge verringerte sich im Berichtsjahr von 81,7 Mio. kWh auf 75,3 kWh. Dies sind 6,4 Mio. kWh weniger als im Vorjahr. Der Kundenabgang im eigenen Netz konnte jedoch durch Kundenzugewinne in fremden
Netzgebieten mit 1.961 zahlenmäßig und mit 16,8 Mio. kWh mengenmäßig überkompensiert werden (s. Exportmenge).

Erdgas
Die an eigene Kunden verkaufte Gasmenge verringerte sich von 681,6 Mio. kWh auf 506,4 Mio. kWh. Dieser Rückgang erklärt sich im Wesentlichen durch temperaturbedingte Einflüsse, aber auch durch die Zunahme der Durchleitungsmengen für fremde Lieferanten auf insgesamt 83,5 Mio. kWh. Die Gastransportmenge beziffert sich auf 603,2 kWh.

Trinkwasser
Die verkaufte Trinkwassermenge erhöhte sich leicht im Vergleich zum Vorjahr von 1,92 Mio. m³ auf 1,94 Mio. m³.


Ausblick

Bei einem für das laufende Jahr von der Bundesregierung erwarteten Wirtschaftswachstum von weniger als einem Prozent könnte der Primärenergieverbrauch – zumindest temperaturbereinigt – wohl abermals zurückgehen. Allerdings ist eine solche Projektion angesichts der eher gestiegenen Unsicherheit der Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten mit ihren Auswirkungen auf die Energiepreise und die wirtschaftlichen Perspektiven nur mit großen Vorbehalten möglich. Auch wird abzuwarten sein, ob und in welchem Ausmaß die im Rahmen des Energiekonzepts der Bundesregierung umgesetzten oder noch umzusetzenden Maßnahmen Wirkung zeigen.

Der Energievertrieb und die Energieverteilung bleiben die wichtigsten Säulen, auf denen die BHAG aufgebaut ist. Zu weiteren Standbeinen bauen wir kontinuierlich unsere Leistungen im Bereich Beratung zu Energieeffizienz, zum Contracting und zur Nutzung von Fördermitteln aus. Diese Leistungen ergänzen die umfangreichen klassischen Produkte durch spürbaren Zusatznutzen, sodass unsere Kunden wunschgerechte und qualitativ hochwertige Angebote zu attraktiven Preisen erhalten können.

Aber auch die Stromerzeugung wird ein zunehmend belastbareres Standbein für die BHAG. Im vergangenen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden die Aktivität im Bereich der Stromerzeugung mittels Photovoltaik deutlich ausgebaut. Derzeit arbeiten wir an der Projektierung für einen Windpark im eigenen Versorgungsgebiet. Hier beabsichtigen wir, die Stromerzeugung unter Mitwirkung der Nachbargemeinden sowie der
Unterstützung einer Bürgerbeteiligungsgenossenschaft kräftig voranzubringen.

Die im Geschäftsjahr 2011 begonnene Kostenprüfung der Netzsparte Gas durch die Bundesnetzagentur findet in 2012 mit dem Erlösobergrenzenbescheid ihren Abschluss. Anhand der in 2010 angefallenen Kosten werden die Netznutzungsentgelte dieser Sparte für die zweite Regulierungsperiode, die ab dem Jahr 2013 anfängt, neu berechnet. Erste Erkenntnisse aus dem Anhörungsverfahren deuten darauf hin, dass die Regulierungsbehörde
noch restriktivere Maßstäbe bei dieser Kostenprüfung anlegt, mit dem Ziel, die Netzentgelte ein weiteres Mal nach unten zu drücken. Es gilt, den in 2012 zu erwartenden Netzentgeltbescheid genau zu prüfen und eventuelle Ansprüche ggfs. auch strittig durchzusetzen. Wir gehen davon aus, dass der in der ersten Regulierungsperiode für die BHAG ermittelte Effizienzwert von 100 % gehalten werden kann, sodass in diesem Fall allein aus der Kürzung von Kostenpositionen in den kommenden Jahren eine Reduzierung der zugebilligten Erlösobergrenze zu erwarten ist.

In der Netzsparte Strom beginnt die Kostenprüfung erst im Jahr 2012 und wird in 2013 abgeschlossen. Hier können wir Kostensteigerungen, insbesondere im Personalbereich, die sich aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus der Regulierung eingestellt haben, erst entsprechend spät geltend machen, sodass wir auch für 2012 und 2013 mit nicht kostendeckenden Erlösen für die Stromnetze rechnen müssen.

Bad Honnef, den 30.03.2012
Bad Honnef Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Thomas Linnemann, Dipl.-Kfm. Peter Storck
Bad Honnef AG - Strom, Gas, Wasser. Ihr regionaler